ADHS & HPU/KPU – wenn mehr als Konzentrationsstörung dahintersteckt
ADHS - was zeigen die biochemischen Prozesse dahinter
ADHS wird häufig vor allem über Symptome wie Konzentrationsprobleme, Impulsivität, innere Unruhe oder Schwierigkeiten bei der Reizverarbeitung wahrgenommen. Für mich lohnt es sich, zusätzlich die körperliche und biochemische Ebene einzubeziehen. Denn Nervensystem, Stoffwechsel und die Versorgung mit Mikronährstoffen stehen in engem Zusammenhang.
Eine zusätzliche Betrachtungsebene kann dabei die sogenannte HPU, beziehungsweise KPU sein. Das dahinterstehende Konzept wird insbesondere in der funktionellen und komplementären Medizin verwendet, ist jedoch bis heute kein allgemein anerkanntes Krankheitsbild der konventionellen Medizin.
Im naturheilkundlichen Konzept der HPU/KPU wird von Besonderheiten bestimmter Stoffwechselprozesse ausgegangen, die unter anderem mit der mangelnden Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen in Verbindung gebracht werden. Da diese Mikronährstoffe an zahlreichen enzymatischen Vorgängen und an Funktionen des Nervensystems beteiligt sind, kann es durchaus sinnvoll sein, bei einem entsprechenden Beschwerdebild auch diese Ebene zu berücksichtigen.
Dabei betrachte ich HPU/KPU nicht isoliert und nicht automatisch als Ursache eines ADHS. Entscheidend ist das Gesamtbild: Beschwerden, Ernährung, Mikronährstoffversorgung, Stoffwechsel, weitere Laborparameter und – wo sinnvoll – genetische Besonderheiten werden gemeinsam beurteilt. Daraus kann anschließend ein individuelles naturheilkundliches Konzept entstehen.
Bei ADHS kommt häufig Medikamente mit dem Wirkstoff Methylphenidat, beispielsweise Ritalin, zum Einsatz. Diese können hilfreich sein, können jedoch auch Nebenwirkungen haben. Daher sollte man vorher unbedingt andere Optionen in Betracht ziehen.
Sie möchten mögliche biochemische und körperliche Zusammenhänge bei ADHS oder HPU/KPU genauer untersuchen lassen? Vereinbaren Sie einen persönlichen Termin in meiner Praxis.